USA tour so far 11.-21.3.

USA tour so far 11.-21.3. Ich shreibe diesen zweiten Teil im Zug nach Montreal. Ich hätte mich früher hierfür hinsetzen sollen. Die Eindrücke stapeln sich in der Zwishenzeit als hätte ich Platz dafür. Vielleicht als erstes: Die englishe Sprache ist sehr shön. Es kommt mir so vor, als fiele es den Menshen hier nicht shwer wohlgestalte Sätze zu bilden und dabei trotz der vielen swear-words (und hier gibt es viel zu grübeln, wie die deutshen Äquivalente untershiedlich -politish - aufgeladen sind) comfortability zu verbreiten. Wie häufig hört ihr die deutshe Entsprechung zu 'to appreciate' im Alltag? Zumindest im Rahmen der Southern Hospitality fällt dieser Ausdruck viele Male über den Tag verteilt. Da wo Leichtigkeit und Tiefe nicht widersprüchlich ersheinen müssen, befindet sich New Orleans. Hier habe ich mich am sichersten und behaglichsten gefühlt, wenngleich die Auftrittssituation am shwierigsten war. Den ersten Gig haben wir verpasst, weil wir die Strecke zwishen Texas und Louisiana untershätzten, der zweite Gig sollte in einer Bar stattfinden, in der die Mishung aus Bikerkluft, Trunkenheit und abwesendem Publikum (Promotion Fail) uns sehr shnell wieder ins Auto spülte. Glücklicherweise gab es am gleichen Abend einen Ladies Arm Wrestling Contest im French Quarter, bei dem wir spontan ein kleines Set spielen durften. New Orleans ist architektonish sehr anrührend, auch wenn sich hierüber die Klassenuntershiede in der Ummantelung von Rassismus deutlich lesen lassen. Ohnehin ist Katrina als politishes Thema noch deutlich spürbar. Locals sagten, dass die Serie 'Treme' einen relativ realistishen Eindruck dieser Stadt ermöglicht - nicht zuletzt, weil die Figuren auf echten Personen beruhen und die Brass Bands tatsächlich auch echte Musiker*innen mit echten Konzerten im echten New Orleans sind. Von hier habe ich das nachhaltigste Souvenir mitgebracht. In Austin habe ich alle Konzerte, die ich gerne gesehen hätte, verpasst, weil wir nicht Teil des offiziellen 'South by South West'-Programms waren und somit keinen Zutritt zu den großen Bühnen hatten. Tickets waren natürlich nicht mehr verfügbar. Vorallem unser zweiter Gig auf dem Festival hat mir sehr gut gefallen: Das LineUp bestand ausshließlich aus queeren Musiker*innen mit HipHop-Shwerpunkt. Da war viel gegenseitige Anerkennung im Raum, geteilte Erfahrungen verbinden eben. In New York musste ich oft an Berlin denken. In Bahnhof der Penn Station an der 34. Straße spielen sie rund um die Uhr klassishe Musik. Ich vermute, dass soll die Leute beruhigen. Mir ist dadurch eher der Kontrast zu der Stresshormon-durchzogenen Luft in Manhattan noch deutlicher geworden. New York ist viel zu groß für 2einhalb Tage. Alle haben abgewunken, als wir berichteten wie kurz unser Aufenthalt ist. Einmal vom Empire State Building zu gucken_spucken kostet 25 $. Die UBahn kostet 2.50 $. Letzteres hat mich mehr angesprochen. Dort wird man richtig dolle durchgeshüttelt_wachgerüttelt. Auch hier: Je dichter sich die Subway auf Manhattan zubewegt, desto mehr Weiße Leute steigen ein. Wir sind bei einem queeren Paar in BedStuy-Brooklyn untergekommen. Sie haben ihre Szene-Kontakte knistern lassen und uns für gestern Abend einen Auftritt bei einer Party in mit dem Titel 'Misster' aufgetan. Das Nuyrican Poets Cafe hab ich hierfür leider geskippt. Aber vielleicht komm ich irgendwann nochmal zurück um für acht Mahlzeiten am Tag und Klimbim zu viel Geld auszugeben und 'Night On Earth'-Momente bei wilden Taxifahrten zu erleben. Dann nehm ich mir auch mehr Zeit für HipHop. Hooray!