Gigs im Tommyhaus (Berlin) & Molotow (Hamburg) // 13.&14.05.2016

Seit dem „Vorläufigen Abshiedsbrief“ ist einige Zeit vergangen. Ein paar Gigs und Podien hab ich mir in der Zwishenzeit nicht verkneifen können, aber nun will ich wieder richtig losfeuern.
Bevor im Sommer einige Festivals auf dem Kalender stehen, werde ich mitDJ Freshfluke und Majusbeats am 13.05. das Tommy Weisbecker Haus (Berlin) bespielen.
In der Aftershow zaubert euch Andrea Rosen (Tel Aviv) anständige HipHop-Tunes unter die Popos.

Kommt rum und läutet mit uns die näxte Episode ein.

One,
Sookee

Hier gehts zu den Events:
https://www.facebook.com/events/1354947244519300/
https://www.facebook.com/events/1611539165798615/

Und hier zu den Tickets:
https://www.springstoff.de/event/sookee-live-im-tommy-haus-berlin-tickets-hier/
https://www.springstoff.de/event/sookee-live-im-molotow-hamburg-tickets-hier/

Podium @ GrimmZentrum Berlin // 12.04.2016

Gutes Thema, gute Runde.
ich zietiere aus dem Ankündigungstext:
Wie lassen sich gesellschaftliche Strukturen an der Schnittstelle von Gefühl, Politik und Kunst verhandeln? Kann gelerntes Wissen an der Universität und in der eigenen persönlichen Lebenswelt durch das Individuum verändert werden? Wenn Gefühle als Markierung von Ungleichheit fungieren,wie können sich Frauen* unterstützen, wo gibt es Grenzen?
Gemeinsam mit Stefanie -Lahya Aukongo, Dr. Reyhan Şahin, sookee und euch möchten wir über die Möglichkeiten von Empowerment und die Transformation von Wissen diskutieren.

https://www.facebook.com/events/438959212967751/?active_tab=highlights

Input zu „Pop_Queer_Kritik“ in Greifswald // 14.03.2016

Vergangenen Sommer habe ich für das PopKulturFestival einen neuen Vortrag gestrickt, dessen Ankündigungstext sich wie folgt liest:
Pop_Queer_Kritik – Mehr Regenbogen für den Mainstream?

Mit einem Verständnis von „Queer“, das politischer ist, als die Bierwerbung auf einer Regenbogen-Parade und das eine Gesellschaft stärker strukturiert, als die Homo-Ehe, sucht der Vortrag nach Antworten auf folgende Fragen:
– Ist gay die Voraussetzung für queer? Was macht Musik überhaupt queer?
– Wie viel Sex muss sein, um queererkennbar werden zu lassen?
– Wie lässt sich ein popkultureller Content queer gegen den Strich lesen?

Mit eben jenem Material wurde ich vom SDS in den Klex nach Greifswald eingeladen.

https://www.facebook.com/events/971900962901629/

Event-Clip #VielfaltIstSchönheit @SO36

Die Mitstreiter*innen von Pinkstinks haben das DemoKozertTalkInfo-Event im SO36 mitshneiden und in Bildern für die Gegenwart und den Nachlass zusammenfassen lassen.
https://www.facebook.com/PinkstinksGermany/videos/vb.297551523662021/950220078395159/?type=2&theater

#EqualCareDay 2016 // 29.02.2016

Klopapier ist alle

In einem Haushalt lebend, in dem die Väter die intellektuelle- oder Ausshließlichlohnarbeit erledigten, war ich daran gewöhnt meine Mutter den kompletten Haushalt stemmen, voll lohnarbeiten, die Familien 360Grad-umsorgen zu sehen. Meine ältere Shwester war shon als Kind übermäßig pflichtbewusst und beteiligte sich neben meiner Mutter stehend, wo sie nur konnte.
Ich quälte mich durch meine kleinen Aufgaben im Haushalt. Meine Mutter musste viel diskutieren mit mir. Die Väter befanden sich als nicht zuständig, hinter der Zeitung oder auf der Lohnarbeit.
Ich muss so zwölf gewesen, als meine Mutter unter all der Mehrfachbelastung hervor diese eine Formulierung droppte, die mir zumindest retrospektiv die Augen öffnete: „Ich will nicht, dass man mir im Haushalt hilft. Es ist nicht meine Aufgabe, bei der ich netterweise Unterstützung erhoffen kann. Wir alle leben hier. Wir alle sind verantwortlich.“

Es ist so ein einleuchtend, aber so wenig verinnerlicht:
Wir alle sheißen in ein Klo. Also sind wir alle auch zuständig es zu putzen.
Gesellshaftliche Dominanzstrukturen versuchen diese simple Logik zu unterlaufen. Entlang der Frage von Geshlecht etwa, oder aber der Bildungsbiographie.
Man stelle sich vor, da sagt ein Mann zu der Mutter seiner Kinder: „Ich bin der Akademiker und du putzt das Sheißhaus.“
Sozialverträglicher, charmanter, euphemistisher könnte es heißen: „Die Oma freut sich besonders, wenn Du sie zu den Arztbesuchen begleitest. Du kennst dich auch viel besser aus mit ihrem Blutdruck.“
Ausnahmslose Reproduktion. Jeden Tag. Man wünsht sich vier Köpfe und acht Arme. Und sechs Shultern, um die Verantwortung auf sich selber aufzuteilen und überhaupt tragen zu können. Unzählige Sensoren, um in der Verantwortung nicht auszurutshen.
Reproduktive- und Pflegearbeit fällt eigentlich nur dann auf, wenn sie nicht erledigt wurde. Der Behördentermin vergessen. Die Wäshe nicht gewashen. Das Geburtstagsgeshenk nicht besorgt. Der Kühlshrank nicht gefühlt. Der Elternabend nicht besucht. Das Klopapier nicht gekauft. Das Essen nicht gekocht. Die Oma nicht zur Dialyse gefahren.
Manchmal gibt es auch Äußerungen, die klingen sollen wie Anerkennung. Meine Mutter arbeitet in einer Werkstatt mit Menshen mit untershiedlichsten shweren Behinderungen. Ich will gar nicht wissen, wie oft sie gehört hat: „Also ich könnte das nicht.“ Sie nennt sich zynish darauf reagierend manchmal selbst „Fütterin und Arshabwisherin“. Das ist, was die Leute in ihrem Job sehen und „nicht könnten“. Alles Soziale, Zwishenmenshliche, Produktive, Emanzipatorishe und Wissensbasierte geht zwishen zu wechselnden vollgeshissenen Windeln unter in der Außenwahrnehmung.
Aber nicht nur Geshlecht und Klasse interagieren miteinander in dieser Hinsicht.
Im Zuge der so genannten Flüchtlingskrise versuchen einige Stimmen den ignoranten offenen Rassist*innen den sozio-ökonomishen Aspekt der neuen Situation als Zugewinn shmackhaft zu machen: Die shlecht bezahlten und dringend zu besetzenden Pflegejobs können ja zukünftig von all den ankommenden Flüchtlingsfrauen gewissenhaft erledigt werden.
Ein Problem weniger. Und man muss nicht mal was an den Strukturen ändern.
Praktish.

http://equalcareday.de

Performance bei Demokonzert @ SO36 Berlin // 11.02.2016

Am 11.02. lädt Pinkstinks euch ins SO36 ein:
Bei dem Demokonzert gibts einerseits Musik von Tamika, Bernadette La Hengst, Finna und mir.
Drüberhinaus u.a. auch shlaue Spitzfindigkeiten von Margarete Stokowski und Silke Burmester, Campaigning-Knowledge vom Peng Collective undLobbyControl sowie eine Fashion-Show mit Ina Holub. Moderiert wird der Abend von Ninia LaGrande.

Der Eintritt ist frei.

#Ausnahmslos gegen sexualisierte Gewalt, Rassismus und die populistishe Vereinnahmung feministisher Positionen

In rasender Geshwindigkeit haben sich seit der Sylvesternacht die Populismen und Rassismen dieses Landes eine Shneise durch die Medienlandshaft geshlagen, um als ‚Frauenrechtlerei‘ verkleidet deutsher Ausgrenzungstradition zu fröhnen.

Zugleich wurde eine vermeintliche Handlungsunfähigkeit feministisher Positionen unterstellt, da sich Sexismus und Rassismus nun gegenüberstünden.

Tatsächlich ist es sehr wohl möglich beides gleichermaßen zu skandalisieren und politishe Forderungen zu stellen, die das gegeneinander Ausspielen vershiedener Diskriminierungsformen in den Blick nimmt.

Am Wochenende haben sich Vertreterinnen eben jener feministisher Positionen zusammengesetzt und ein Statement samt Forderungenkatalog verfasst. Lest selbst.

http://ausnahmslos.org/

‪#‎ausnahmslos‬

Podium & Performance @ Dare The Im_possible-Konferenz in Berlin // 17.10.2015

Vom 15.-18.10. findet in Berlin eine Konferenz statt, die mit untershiedlichen Formaten ausgestattet ist und im intersektionalen Kleid untertitelt: „Das 21. Jahrhundet feministisch gestalten“

Das Programm ist wirklich üppig und ich ärger mich, dass das shon wieder alles in Berlin statt findet.

Meine Beteiligung findet dann zum einen auf einem Podium zu „Frauen* im Kulturbetrieb“ statt.
http://www.gwi-boell.de/de/2015/08/21/panel-mission-impossible-frauen-im-kulturbetrieb

Zum anderen gibt’s ein Konzert aus dem Nähkästchen.
Meine Idee ist etwas ausführlicher zu einzelnen performten Songs, deren Entstehungshintergründen und meiner eigenen Kritik an ihnen zu berichten.
Wer da spezielles Interesse an bestimmten Songs hat, möge es mich wissen lassen. Ich nehme sie gern in die Tracklist auf (sofern ich sie auswendig kann.)
http://www.gwi-boell.de/de/2015/08/21/konzert-und-party-sookee-quing-berlin

https://www.facebook.com/events/409357345920199/

Pro Asyl, Kein Bock auf Nazis und 24 Bands: „Zeit zu Handeln“

Ich muss sicher nicht ausbuchstabieren, warum mir diese Gegenwart mit dem Blick auf die Zukunft den letzten Nervt raubt.
Ohne den Einsatz der Zivilbevölkerung würde dieser Staat noch beshissener dastehen, als er es sowieso shon tut. Ignoranz und deutsher Bürokratiezement shicken Menshen in einem Umfang in den Tod, der eigentlich in Straßburg verhandelt werden müsste.
Die Nazis auf der Straße und im Netz docken da nur an.
Die widerlichsten Blätter titeln mit Kinderleichen und das Grauen wird für die Dauer einer Shlagzeile konsumierbar gemacht.

Keine Ahnung, ob so ein Appell real etwas bewirken kann. Aber öffentlicher Druck kann vielleicht etwas anshieben.

Appell-END

Female Focus Festival 2015 // 17.-19.07.2015

Grrrls to the front! – Das Female* Focus Festival!

Seit Jahrzehnten kämpft die deutsche Rap-Landschaft mit einem Phänomen, das Stigma und Manko zugleich ist: die geringe Beteiligung von Frauen. Die Gründe dafür sind vielfältig, die Mittel dagegen auch. Drei Tage lang wollen wir bei dem Female* Focus Festival zusammen ausgelassen und respektvoll feiern, auf einem Podium die Gegenwart weiblicher* Sichtbarkeit im HipHop in die Zukunft überführen, in Workshops praktisches und technisches Wissen weiterreichen und bei einem großen Abschlussbrunch Netzwerke stärken.

Springstoff kümmert sich seit vielen Jahren um politisch motivierte Musik, Veranstaltungen mit guter Musik und vor allem um Frauen am Mikrofon.

In den vergangenen 10 Jahren hat es in Berlin fünf Female* HipHop-Festivals gegeben: Female Flava (2005), We B* Girlz (2008, 2009, 2010), Female Clash (2012). Dieser Tradition folgend veranstaltet Springstoff vom 17.-19. Juli 2015 das Female Focus Festival!

Ein Festival, das Frauen* als Mcs*, Organisator*innen, Aktivist*innen, DJ*s, Publikum*, Praktiker*innen, Nerds*, Fans*, Protagonist*innen, Expert*innen, Neulinge* und Theoretiker*innen in den Mittelpunkt des Geschehens stellt. Und offen für alle ist, die das feiern möchten.

sookee​ erklärt: “Es geht darum, die sichtbar zu machen, die da sind, aber nicht gehört werden. Normalerweise gibt es auf HipHop-Konzerten, wenn man Glück hat, die eine Frau auf der Bühne. Wir wollen zeigen, es gibt viele und wir wollen mehr davon, um anderen Frauen* Mut zu machen, ihre Musik-Geschichte zu schreiben.”

Mit den Berliner Clubs SO36​ (Kreuzberg) und dem cassiopeia Berlin​ (Friedrichshain) findet das Festival an Orten statt, die sich in der Berliner Clublandschaft eindeutig gegen Sexismus, Homophobie und Rassismus aussprechen und für eine alternative Musikkultur einstehen.

All genders* are welcome! Das Festival wird unter anderem durch die Musicboard Berlin​ GmbH gefördert.

Programm:

Freitag, 17.07.2015
SO36, Oranienstraße 190, 10999 Berlin

ab 18:00 Uhr: Podiumsdiskussion
„Eine Frauenquote für HipHop? Wege aus der männlichen Dominanz“: Unter dieser Fragestellung wollen wir mit einer Paneldiskussion am Freitag in das Festival starten. Auf dem Podium wollen wir mit Protagonist*innen aus der Musikszene darüber diskutieren, welche Wege es gibt Frauen in ihrem musikalischen Schaffen sichtbar zu machen. Der Eintritt ist frei.

ab 20:00 Uhr: HipHop-Konzert mit
Yansn​ (Berlin, D)

Shirlette Ammons (Twilight for Gladys Bentley)​ (Durham, US)

SARA HEBE​ & Ramiro Jota​ (Buenos Aires, ARG)

Lumaraa​ (Berlin, D)

Samstag, 18.07.2015
Cassiopeia, Revaler Str. 99, 10245 Berlin

Ganz nach dem Hiphop-Ansatz “Each One Teach One” wollen wir bei unseren Workshops auf dem Female Focus Festival gemeinsam vier verschiedene Themen und Praxis-Ansätze angucken und ausprobieren.

Alle Workshops finden am Samstag, 18. Juli 2015 im cassiopeia Berlinstatt.

12:00–15:00 BLOCK#1

a) MC*ING (MIT Tice & SPOKE P KAYE)

Hier geht es um technische Grundlagen zum Rappen (Reime, Taktung, Flow, Songstruktur). Mit kleinen Schreibübungen & Song-analysen. Bringt ggf bestehendes Material, Stift & Papier mit.

b) GRRRL ARTIST EMPOWERMENT (MIT sookee & NOBIGBUT L (noboysbutrap.org))

Was macht meine Musik zu Kunst? Wie verbinde ich Emotionen und Politik? Wann fühlt sich eine Bühne gut an? Wie gehe ich mit Öffentlichkeit um? Wo finde ich unterstützende Strukturen? Diese und weitere Fragen sollen im Workshop diskutiert werden..

c) Neu dazu gekommen:
B-Girling / Breakdance mit Mitch
Im Workshop mit Mitch geht es um Grundlagen des Breakdance, erste Schritte und Technik.

15:30–18:30 BLOCK#2

c) DJING (MIT DJ Freshfluke)
Im Workshop geht es um Grundlagen des DJ*ings (Mixing Basics, Scratch Basics, Technical Basics).

e) KONZERT-ORGANISATION (MIT SABINA & MARA)
Was gibt es bei der Planung eines Konzertes zu bedenken? Wie formuliere ich eine eine Booking-Anfrage? Wie baue ich eine brauchbare Checkliste, damit bei der Veranstaltung alles glatt läuft? Wie kann ich Barrieren reduzieren?

Wir bitten um Anmeldung unter mail@femalefocus.de. Bitte schreibt den Titel des Workshops in die Betreffzeile. Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos.

ab 21:00 Uhr: HipHop-Konzert mit

Spoke & Kaye (SPOKE P KAYE​, Berlin, D)

Tice​ (Düsseldorf, D)

Lady Leshurr (Burmingham, UK)

danach Party mit den DJ*s:

nobigbutL (Berlin, D),

Blasfematic​ (Berlin,D),

That Fucking Sara​ (Berlin, D),

DJ Doowap​ (Johannesburg, RSA),

DJ Freshfluke​ (Berlin, D),

Spoke (Berlin, D)

Vilify (Berlin, D)

 

Sonntag, 19.07.2015
Cassiopeia, Revaler Str. 99, 10245 Berlin

13:00 – 16:00 Uhr: Großer Brunch zum Vernetzen, Planen und Kennenlernen mit Moderation und Open Mic Session (Eintritt frei, Brunch gegen Spende)

https://www.springstoff.de // femalefocus.de

Vorverkauf für die Konzert-Tickets direkt hier und bei KoKa 36

Bei Jugendlichen unter 18 Jahren bitte eine Erlaubnis der Eltern mitbringen! So zum Beispiel: http://springstoff.de/elternzettel.pdf

Zum Text oben:
Das * soll daran erinnern, dass Lebensweisen und Identitäten nicht vom Himmel fallen und statisch sind, sondern als Ergebnisse sozialer Handlungen verstanden werden können. Beispielsweise ist eine Person eine Frau, wenn sie sich als Frau empfindet und nicht, weil ihr dieses Geschlecht bei der Geburt zugewiesen wurde. Das * soll auch dabei helfen bestimmte Vorstellungen von Fähigkeiten und Zuständigkeiten neu zu denken: Hinter einem Nerd* etwa kann jedes Geschlecht stecken, nicht nur ein männliches.