Gig @ Jamel Rockt Den Förster // 27.08.2016

Der Ort Jamel ist vielen durch Michel Abdollahis Reportage über das „Nazidorf“ ein Begriff geworden. Was allen obendrein bekannt sein sollte: Die Familie Lohmeyer hält seit vielen Jahren dagegen und veranstaltet auf ihrem Hof inzwishen zum 10. Mal ein Festival gegen eine rechte Selbstverständlichkeit, die keine sein darf.
Ich habe die große Ehre zu diesem Jubiläum neben Chawa Lilith Band,Turbostaat, ZSK, Fettes Brot, Ohrbooten uvm. Teil des LineUps von Jamel rockt den Förster sein zu dürfen.
https://www.facebook.com/jamelrocktdenfoerster/?fref=ts
Und wo wir shon in MV sind: Bitte checkt unbedingt aus, was für eine grade Nummer Feine Sahne Fischfilet mit ihrer „Noch nicht komplett im Arsch“-Konzert- und Veranstaltungsreihe reißen, um dem Rechtsruck in Mecklenburg-Vorpommern ordentlich vor den Koffer zu sheißen.
http://nochnichtkomplettimarsch.de/
Respekt!

Podium @ Rahmenprogramm der „Komosexualität_en“-Ausstellung // 07.07.2016

Im Rahmenprogramm der „Homosexualität_en“-Ausstellung in Münster (https://www.lwl.org/…/…/160429_HMSX_LWL_Programmheft_Web.pdf)
wird die Kathleen Hanna-Doku „The Punk Singer“ gezeigt. Im Anshluss gibt’s ein Podiumsgespräch, das die Themen des Films weiter bespricht:

„Was bedeutet der Feminismus für die Musikindustrie der 90er Jahre und wie ist es heute um die Frauen der Branche bestellt? Gemeinsam mit Verena Blättermann (Music Industry Women/ VUT e.V.), Ursula Theißen (Frauenkulturbüro NRW/Krefeld) und Sookee (Rapperin/Berlin) werden im Anschluss an den Film Begriffe wie Chancengleichheit und Diversitätsbewusstsein im Kräftefeld von Historie, Zeitgeschehen und Zukunftsräumen, zwischen rebellischen Visionen und ernüchternden Realitäten geklärt. Dabei werden die individuellen Motive der Künstlerinnen beleuchtet und gemeinsam praxistaugliche und kulturpolitische Forderungen definiert.“

Gigs im Tommyhaus (Berlin) & Molotow (Hamburg) // 13.&14.05.2016

Seit dem „Vorläufigen Abshiedsbrief“ ist einige Zeit vergangen. Ein paar Gigs und Podien hab ich mir in der Zwishenzeit nicht verkneifen können, aber nun will ich wieder richtig losfeuern.
Bevor im Sommer einige Festivals auf dem Kalender stehen, werde ich mitDJ Freshfluke und Majusbeats am 13.05. das Tommy Weisbecker Haus (Berlin) bespielen.
In der Aftershow zaubert euch Andrea Rosen (Tel Aviv) anständige HipHop-Tunes unter die Popos.

Kommt rum und läutet mit uns die näxte Episode ein.

One,
Sookee

Hier gehts zu den Events:
https://www.facebook.com/events/1354947244519300/
https://www.facebook.com/events/1611539165798615/

Und hier zu den Tickets:
https://www.springstoff.de/event/sookee-live-im-tommy-haus-berlin-tickets-hier/
https://www.springstoff.de/event/sookee-live-im-molotow-hamburg-tickets-hier/

Podium @ GrimmZentrum Berlin // 12.04.2016

Gutes Thema, gute Runde.
ich zietiere aus dem Ankündigungstext:
Wie lassen sich gesellschaftliche Strukturen an der Schnittstelle von Gefühl, Politik und Kunst verhandeln? Kann gelerntes Wissen an der Universität und in der eigenen persönlichen Lebenswelt durch das Individuum verändert werden? Wenn Gefühle als Markierung von Ungleichheit fungieren,wie können sich Frauen* unterstützen, wo gibt es Grenzen?
Gemeinsam mit Stefanie -Lahya Aukongo, Dr. Reyhan Şahin, sookee und euch möchten wir über die Möglichkeiten von Empowerment und die Transformation von Wissen diskutieren.

https://www.facebook.com/events/438959212967751/?active_tab=highlights

Input zu „Pop_Queer_Kritik“ in Greifswald // 14.03.2016

Vergangenen Sommer habe ich für das PopKulturFestival einen neuen Vortrag gestrickt, dessen Ankündigungstext sich wie folgt liest:
Pop_Queer_Kritik – Mehr Regenbogen für den Mainstream?

Mit einem Verständnis von „Queer“, das politischer ist, als die Bierwerbung auf einer Regenbogen-Parade und das eine Gesellschaft stärker strukturiert, als die Homo-Ehe, sucht der Vortrag nach Antworten auf folgende Fragen:
– Ist gay die Voraussetzung für queer? Was macht Musik überhaupt queer?
– Wie viel Sex muss sein, um queererkennbar werden zu lassen?
– Wie lässt sich ein popkultureller Content queer gegen den Strich lesen?

Mit eben jenem Material wurde ich vom SDS in den Klex nach Greifswald eingeladen.

https://www.facebook.com/events/971900962901629/

Event-Clip #VielfaltIstSchönheit @SO36

Die Mitstreiter*innen von Pinkstinks haben das DemoKozertTalkInfo-Event im SO36 mitshneiden und in Bildern für die Gegenwart und den Nachlass zusammenfassen lassen.
https://www.facebook.com/PinkstinksGermany/videos/vb.297551523662021/950220078395159/?type=2&theater

#EqualCareDay 2016 // 29.02.2016

Klopapier ist alle

In einem Haushalt lebend, in dem die Väter die intellektuelle- oder Ausshließlichlohnarbeit erledigten, war ich daran gewöhnt meine Mutter den kompletten Haushalt stemmen, voll lohnarbeiten, die Familien 360Grad-umsorgen zu sehen. Meine ältere Shwester war shon als Kind übermäßig pflichtbewusst und beteiligte sich neben meiner Mutter stehend, wo sie nur konnte.
Ich quälte mich durch meine kleinen Aufgaben im Haushalt. Meine Mutter musste viel diskutieren mit mir. Die Väter befanden sich als nicht zuständig, hinter der Zeitung oder auf der Lohnarbeit.
Ich muss so zwölf gewesen, als meine Mutter unter all der Mehrfachbelastung hervor diese eine Formulierung droppte, die mir zumindest retrospektiv die Augen öffnete: „Ich will nicht, dass man mir im Haushalt hilft. Es ist nicht meine Aufgabe, bei der ich netterweise Unterstützung erhoffen kann. Wir alle leben hier. Wir alle sind verantwortlich.“

Es ist so ein einleuchtend, aber so wenig verinnerlicht:
Wir alle sheißen in ein Klo. Also sind wir alle auch zuständig es zu putzen.
Gesellshaftliche Dominanzstrukturen versuchen diese simple Logik zu unterlaufen. Entlang der Frage von Geshlecht etwa, oder aber der Bildungsbiographie.
Man stelle sich vor, da sagt ein Mann zu der Mutter seiner Kinder: „Ich bin der Akademiker und du putzt das Sheißhaus.“
Sozialverträglicher, charmanter, euphemistisher könnte es heißen: „Die Oma freut sich besonders, wenn Du sie zu den Arztbesuchen begleitest. Du kennst dich auch viel besser aus mit ihrem Blutdruck.“
Ausnahmslose Reproduktion. Jeden Tag. Man wünsht sich vier Köpfe und acht Arme. Und sechs Shultern, um die Verantwortung auf sich selber aufzuteilen und überhaupt tragen zu können. Unzählige Sensoren, um in der Verantwortung nicht auszurutshen.
Reproduktive- und Pflegearbeit fällt eigentlich nur dann auf, wenn sie nicht erledigt wurde. Der Behördentermin vergessen. Die Wäshe nicht gewashen. Das Geburtstagsgeshenk nicht besorgt. Der Kühlshrank nicht gefühlt. Der Elternabend nicht besucht. Das Klopapier nicht gekauft. Das Essen nicht gekocht. Die Oma nicht zur Dialyse gefahren.
Manchmal gibt es auch Äußerungen, die klingen sollen wie Anerkennung. Meine Mutter arbeitet in einer Werkstatt mit Menshen mit untershiedlichsten shweren Behinderungen. Ich will gar nicht wissen, wie oft sie gehört hat: „Also ich könnte das nicht.“ Sie nennt sich zynish darauf reagierend manchmal selbst „Fütterin und Arshabwisherin“. Das ist, was die Leute in ihrem Job sehen und „nicht könnten“. Alles Soziale, Zwishenmenshliche, Produktive, Emanzipatorishe und Wissensbasierte geht zwishen zu wechselnden vollgeshissenen Windeln unter in der Außenwahrnehmung.
Aber nicht nur Geshlecht und Klasse interagieren miteinander in dieser Hinsicht.
Im Zuge der so genannten Flüchtlingskrise versuchen einige Stimmen den ignoranten offenen Rassist*innen den sozio-ökonomishen Aspekt der neuen Situation als Zugewinn shmackhaft zu machen: Die shlecht bezahlten und dringend zu besetzenden Pflegejobs können ja zukünftig von all den ankommenden Flüchtlingsfrauen gewissenhaft erledigt werden.
Ein Problem weniger. Und man muss nicht mal was an den Strukturen ändern.
Praktish.

http://equalcareday.de

Performance bei Demokonzert @ SO36 Berlin // 11.02.2016

Am 11.02. lädt Pinkstinks euch ins SO36 ein:
Bei dem Demokonzert gibts einerseits Musik von Tamika, Bernadette La Hengst, Finna und mir.
Drüberhinaus u.a. auch shlaue Spitzfindigkeiten von Margarete Stokowski und Silke Burmester, Campaigning-Knowledge vom Peng Collective undLobbyControl sowie eine Fashion-Show mit Ina Holub. Moderiert wird der Abend von Ninia LaGrande.

Der Eintritt ist frei.